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Willkommen bei Bündnis 90 / DIE GRÜNEN in Bargteheide

Vielen Dank, dass Sie sich für unsere Arbeit interessieren!

Jeden Dienstag, 19:30 Uhr ist Fraktionssitzung, im Ratssaal.

Es geht voran…

Das Jahr 2025 ist zu Ende – ein Jahr, das uns politisch, finanziell und organisatorisch stark gefordert hat. Im Rahmen der Haushaltskonsolidierung mussten wir Entscheidungen treffen, die uns nicht leicht gefallen sind und die verständlicherweise nicht überall Zustimmung fanden. Besonders im Bereich der Kindertagesstätten waren schmerzhafte Einschnitte notwendig. Die Entscheidung, die Kita in der Jersbeker Straße innerhalb der nächsten drei Jahre zu schließen, gehörte zu den schwierigsten und niemand trifft solche Beschlüsse gern. Trotz aller Herausforderungen konnten zentrale Investitionen gesichert werden. 320.000 Euro stehen für die Sanierung der Containeranlage des Autonomen Jugendhauses (AJH) bereit. Damit wird dieser wichtige Ort für Jugendliche erhalten und deutlich verbessert. Zudem sind 600.000 Euro für die Erneuerung der Großrutsche im Freibad eingeplant – ein Beitrag dazu, unser Freibad attraktiv und zukunftsfähig zu halten. (...)

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Bitte absteigen?

Warum das Fahrrad noch immer keinen Platz hat

Radfahren steht für moderne, klimafreundliche Mobilität. Doch wer im Kreis Stormarn mit dem Rad unterwegs ist, stellt ernüchtert fest: Zwischen politischen Versprechen und tatsächlichem Handeln klafft eine immer größere Lücke. Das Fahrrad wird vielerorts noch immer nicht selbstverständlich als gleichberechtigtes Verkehrsmittel mitgedacht. Besonders deutlich wird das an den Schildern mit dem Hinweis „unzureichendes Lichtraumprofil“ und dem Zusatz „Radfahrer absteigen“, die inzwischen an vielen Stellen dauerhaft stehen. Dauerhaft – nicht vorübergehend. Und teilweise direkt neben dem Schild „Radfahrer frei“. Das ist nicht nur widersprüchlich, es ist ein Offenbarungseid: Statt Radwege freizuhalten, verweist man Radfahrende einfach aus dem Weg. Dass zuvor vorhandene Freigabeschilder abgehängt wurden, macht das Bild komplett. So sieht keine ernst gemeinte Verkehrspolitik aus – so sieht Verdrängung aus.(...)

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Wir laden ein zum

Mehr Öffentlichkeit und Bürgerbeteiligung in Bargteheide

Politik lebt von Vertrauen und vom Mitmachen. Damit Bürgerinnen und Bürger sich einbringen können, braucht es offene Beratungen und nachvollziehbare Entscheidungen. Wir von Bündnis 90/Die Grünen in Bargteheide setzen uns deshalb konsequent für mehr Öffentlichkeit und Beteiligung in der politischen Arbeit der Stadt ein.

Wir möchten, dass die Menschen in Bargteheide verstehen, wie Entscheidungen entstehen – und dass sie ihre Ideen und Erfahrungen von Anfang an einbringen können. Das stärkt die Demokratie und macht unsere Stadt lebendiger.

Öffentlichkeit ist ein Grundpfeiler demokratischer Entscheidungsprozesse. Beratungen in der Stadtvertretung und in den Ausschüssen sollen grundsätzlich öffentlich stattfinden. Nichtöffentliche Sitzungen müssen die Ausnahme bleiben – so sieht es die Gemeindeordnung Schleswig-Holsteins und die Geschäftsordnung der Bargteheider Stadtvertretung vor. Eine vertrauliche Beratung ist nur dann gerechtfertigt, wenn berechtigte Interessen Einzelner oder überwiegende Belange des öffentlichen Wohls dies erfordern – und wenn eine Zwei-Drittel-Mehrheit der anwesenden Mitglieder zustimmt. Wo Vertraulichkeit notwendig ist, sollte sie nachvollziehbar begründet und dokumentiert werden.

Nur durch Offenheit und Transparenz kann Vertrauen wachsen – und Vertrauen ist die Grundlage für eine lebendige kommunale Demokratie.

Bürgerbeteiligung gelingt bereits in vielen Bereichen: beim Nahverkehrskonzept, in der Städtebauförderung oder in der kommunalen Wärmeplanung. Dort konnten zahlreiche Anregungen aus der Bürgerschaft aufgenommen werden. Auch die Einwohnerfragezeit in allen Ausschüssen und in der Stadtvertretung ist ein wichtiges Instrument, wie auch die letzte Stadtvertretersitzung eindrucksvoll zeigte. In jeder Sitzung stehen bis zu 30 Minuten zur Verfügung, um Fragen zu stellen oder Anregungen zu geben. Zusätzlich können vor Tagesordnungspunkten kurze Beiträge eingebracht werden.

Frühzeitige Informationen schaffen Vertrauen und Orientierung. Offene Formate wie Dialogrunden, Werkstattgespräche, Einwohnerversammlungen oder Bürgerräte bieten Raum für Austausch und gemeinsame Ideen. Auch digitale Beteiligung eröffnet neue Wege. Eine Live-Übertragung der Sitzungen wäre ein weiterer Schritt zu mehr Offenheit.

Wenn wir Beteiligung ermöglichen, entstehen bessere Entscheidungen – gemeinsam mit den Menschen, die hier leben. Mehr Öffentlichkeit und Mitgestaltung sind der Schlüssel für eine starke, lebendige Demokratie in Bargteheide. Wir wollen damit anfangen - am 14.11.25 in der Jugendkulturhalle Lohe 11 in Bargteheide bei einem Grünschnack „Bargteheide gestalten: Mitreden statt Meckern“.

Parking Day 2025

– warum wir in diesem Jahr nicht auf der Straße, aber trotzdem dabei sind

 

Normalerweise verwandeln wir - die Bargteheider Grünen - am Park(ing) Day einen oder mehrere
Autoparkplätze in der Rathausstraße in kleine Oasen: mit Stühlen, Pflanzen, Spielen, vielleicht
sogar Kaffee und Kuchen. Für ein paar Stunden wird so sichtbar, was alles möglich wäre, wenn der
öffentliche Raum nicht fast ausschließlich für Autos reserviert wäre, sondern den Menschen vor Ort
zur Verfügung stünde.


In diesem Jahr haben wir es – so kurz nach den Sommerferien – leider nicht geschafft, eine eigene
Aktion auf die Beine zu stellen. Zwischen Urlaubsrückkehr, Schuleintritt und Alltag blieb einfach
zu wenig Zeit für Planung, Genehmigungen und Organisation. Aber auch wenn wir diesmal nicht
selbst Parkplätze bespielen, wollen wir den Gedanken hinter dem Park(ing) Day nicht untergehen
lassen.


Die Idee ist simpel und stark zugleich: Ein Parkplatz nimmt etwa 12 Quadratmeter Platz ein. In
einer Stadt wie Bargteheide, in der Flächen knapp und heiß umkämpft sind, ist das eine Menge
Raum. Für ein einzelnes Auto bedeutet das: es steht im Durchschnitt 23 Stunden am Tag ungenutzt
dort, während andere nach einem Ort zum Spielen, zum Sitzen oder für Begegnungen suchen. Ganz
abgesehen von den Baukosten, die zwischen 30.000 und 40.000€ pro Parkplatz liegen, verschlingt
der Unterhalt laut Studien des IFEU-Instituts jährlich etwa 1000€. Der Park(ing) Day stellt deshalb
die Frage: Könnten wir nicht viel mehr gewinnen, wenn wir diese Flächen zumindest zeitweise
anders nutzen?


In vielen Städten weltweit werden am dritten Freitag im September Parkplätze zu Grünflächen,
Ateliers, Nachbarschaftscafés oder Kinderzimmern im Freien. Es geht nicht darum, Autos zu
„vertreiben“, sondern um einen Denkanstoß: Wem gehört der öffentliche Raum? Wie wollen wir ihn
in Zukunft gestalten?


Wir freuen uns schon darauf, im nächsten Jahr wieder selbst aktiv mitzumachen – mit bunten Ideen,
Pflanzen und hoffentlich vielen neugierigen Begegnungen auf der Straße. Bis dahin laden wir alle
ein, beim nächsten Spaziergang durch Bargteheide mit offenen Augen zu schauen: Wo könnten wir
Raum neu denken? Und was würde uns allen guttun, wenn dort nicht nur Blech stünde, sondern
Leben?

Ina Schaefer
Bündnis90/Die Grünen

 

„Brüssel, Berlin, Bargteheide“ – Migration hat viele Gesichter

Unter dem Motto „Migration: Wer kommt auf welchen Wegen zu uns?“ organisierten wir am 25. Juli im Bargteheider Freibad eine Veranstaltung, die für mich weit über Zahlen und politische Debatten hinausging. „Brüssel, Berlin, Bargteheide“ brachte nicht nur Vertreter*innen aus Politik, Verwaltung und zivilgesellschaftlichen Initiativen zusammen, sondern vor allem die Menschen, um die es eigentlich geht: Schutzsuchende, die den Weg nach Deutschland auf sich genommen haben und hier in Bargteheide eine neue Heimat finden.

Im Mittelpunkt standen persönliche Geschichten: Olga, Raissa und Sunita sprachen eindrücklich über ihre Erfahrungen – vom Ankommen in einem fremden Land bis zur schrittweisen Integration. Sie berichteten von der Flucht vor Krieg, Armut oder Verfolgung - und vom Neuanfang in einer Gesellschaft, die sie einerseits willkommen hieß, aber auch herausforderte. Wieder einmal wurde mir bewusst: Hinter jedem Fluchtschicksal steht ein Mensch mit Hoffnungen, Ängsten und einer Lebensgeschichte. Migration ist kein abstraktes „Thema“. Es geht nicht um „Ströme“ oder „Zahlen“, sondern um einzelne Leben. Leben, das - nicht nur unserer Verfassung nach – immer schützenswert ist. Um

Vorurteile abzubauen und Empathie zu erhalten ist der persönliche Austausch existenziell.

Politische und behördliche Vertreter*innen können uns von den Herausforderungen von Integration und Asylverfahren berichten, doch es fehlen so oft die anderen Stimmen: die derer, die ihre Heimat verlassen mussten und nun versuchen, in Bargteheide ein neues Kapitel aufzuschlagen. Die hier unglaubliches vollbringen: nach der Flucht aus der eigenen Heimat eine neue Sprache lernen, Schulabschlüsse nachholen, Behördengänge machen, Ausbildungen – kurz: ein ganz neues Leben aufbauen.

„Brüssel, Berlin, Bargteheide“ machte mir einmal mehr deutlich, dass Migration europäische, nationale und kommunale Ebenen betrifft - aber letztlich in den Städten und Gemeinden gelebt wird. Die Veranstaltung war ein eindrucksvolles Plädoyer für mehr Menschlichkeit in der Debatte. Und ein Appell, Schutzsuchende nicht als „Fälle“, sondern als Nachbar*innen wahrzunehmen. Übereinander zu sprechen, auch wenn es noch so wohlwollend sein mag, reicht nicht. Wir müssen wieder miteinander sprechen, wenn wir weiter als menschliche Gemeinschaft bestehen wollen. Nur so lässt sich Demokratie als solche auch erhalten.

Julia Dorandt

Bürgerliches Mitglied der Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen

Verkehrspolitische Träumereien

Verkehrspolitische Träumereien

Der nachmittägliche Stau vor der Lohebrücke, ein hundertfaches Ärgernis – wer träumte nicht davon, einfach am Stau vorbeizufahren?

Die Bargteheider Auto-Parteien träumen auch davon und haben jetzt entschieden, eine brachiale Schneise durch die Landschaft zu schlagen: von Aldi am Moor vorbei, vielleicht per Brücke über die Bahnstrecke, irgendwie zwischen Bornberg und Fischteichen hindurch bis zum Westring.

Alle Rad- und Wanderwege werden abgeschnitten, das Trinkwasserschutzgebiet bedroht, naturnahe Flächen geopfert. Die Bahn wird vermutlich nicht einverstanden sein, und die Finanzierung dieses naturfeindlichen Megaprojekts steht in den Sternen: Die geschätzt mindestens 20 Millionen Euro sind angesichts der kritischen Haushaltslage unserer Stadt illusorisch. Dennoch soll erstmal für fünfstellige Beträge weiter geplant werden.

Sinnvoller wäre es, die Lohebrücke nicht bloß zu reparieren (für 2027 geplant), sondern zu erweitern: unten mehr Platz für Autos und Fahrräder, vielleicht sogar für einen Kreisverkehr, oben ein drittes Gleis für die S-Bahn. Das wäre gewiss billiger als 20 Millionen.

Übrigens haben CDU, SPD, WfB und FDP noch eine weitere, wirklich absurde Entscheidung getroffen: eine Mini-Schnellstraße im Norden.

Für 9 Millionen Euro (ohne die Kosten für die Bahnquerung) soll eine 2 km lange Verbindungsstraße zwischen Fischbeker Weg und Tremsbütteler Weg gebaut werden, auf der 5.000 Autos pro Tag mit 90 Stundenkilometern entlangbrettern können. Diese 5.000 Autofahrer müssen sich jedoch anschließend (oder vorher) durch den Redder und die Déviller Straße quälen, und man kann von Glück reden, dass 5.000 das Hundertfache von der tatsächlichen Kfz-Zahl ist, die täglich diese Richtung einschlägt. Selbstredend werden auch bei diesem Projekt wertvolle Grünzüge und Äcker unwiederbringlich zerstört.

Beide Projekte wurden im Verkehrsausschuss am 11. Juni beschlossen, nur die Grünen haben sie abgelehnt. Denn was haben die Bargteheiderinnen und Bargteheider davon, wenn eine asphaltgraue Schlinge um unsere Stadt gelegt wird? Das ist einseitig autozentrierte Verkehrsplanung auf Kosten der Natur und der Naherholung.

Besser ist eine ganzheitliche Berücksichtigung aller Verkehrsteilnehmer. Statt sich darum zu kümmern, wie man am schnellsten um die Stadt herumkommt, sollte lieber die Attraktivität und Aufenthaltsqualität der Innenstadt verbessert werden. Hier gibt es zu viele Kinderwagen-, Fahrrad- und Rollator-feindliche Wege, Bushaltestellen ohne Regenschutz, zu wenige Fahrradparkmöglichkeiten, zu wenige Sitzbänke zum Ausruhen und Plaudern. Das Innenstadt-Sanierungskonzept, das wir in der Stadtvertretung jüngst beschlossen haben, bietet genügend Impulse dafür.

 

Ein erfolgreicher Grünschnack Netzwerk Demokratie am 16.5. In Bargteheide

Demokratie machen und nicht darüber reden war das Ziel einer Veranstaltung der Bargteheider Grünen in der Jugendkulturhalle in der Lohe. Geworben wurde für den Grünschnack nicht nur mit Plakaten in der Innenstadt, sondern auch per Anschreiben an alle Vereine, Einrichtungen und politischen Parteien der Stadt, denn es ging darum, alle anzusprechen.

Engagiert wurde an kleinen Tischen diskutiert, was es braucht, damit Demokratie nicht zum Zuschauersport verkommt. “Ideen, die dabei herauskamen, waren niedrigschwellige Möglichkeiten, vor allem auch für junge Menschen, um Ideen, Kritik und Wünsche einzubringen", so die beiden Organisatorinnen Julia Dorandt und Ina Werner. Auch der Bedarf an öffentlichen Treffpunkten, die analog, ohne Kosten und mit Spaß verbunden sind, wie Veranstaltungen im Grünen, ein Partybus oder internationale Kulturtreffs wurden genannt. Weitere Forderungen waren die Beteiligung am Planungskonzept Stadtentwicklung und die Zusammenarbeit im Bereich politische Bildung zwischen Stadtvertretung, Verwaltung und Schule, z.B. durch das Wiederaufleben des Planspiels Kommunalpolitik. Es gab aber auch Lob an der Willkommenskultur in Bargteheide, dem Zusammenhalt und der Infrastruktur.

Wer Interesse hat an weiteren Veranstaltungen zu dem Thema, kann sich gerne unter gruenschnack@remove-this.gruene-bargteheide.de melden.

 

Julia Dobrandt und Ina Werner

Wer fürchtet sich vor Politik?

In der letzten Zeit berichten mir Initiativen und Bürgerbewegungen immer häufiger, dass frühere Unterstützer sich zurückzögen, aus Scheu „zu politisch“ zu wirken. Verständlich: Wer sich klar positioniert, riskiert, in Schubladen gesteckt zu werden oder sich Feinde zu machen. Besonders in Zeiten sozialer Medien, in denen Diskussionen oft hitzig und wenig differenziert geführt werden, erscheint es angenehmer, sich herauszuhalten – und „neutral“ zu bleiben. Wer sich offen äußert, läuft Gefahr, Widerspruch zu ernten oder sogar Freunde und Familie zu verprellen. Gerade in einem zunehmend polarisierten Klima scheint es sicherer, unauffällig zu bleiben.

Unter dem Tarnumhang der Neutralität Streit aus dem Weg zu gehen, mag kurzfristig gelingen – und gleichzeitig zahlen wir als Gesellschaft in der heutigen Zeit allerdings unter Umständen einen hohen Preis für diesen Fassaden-Frieden. Politische Zurückhaltung hat also Folgen – für die Demokratie, die Gesellschaft und letztlich für jede:n Einzelne:n. Demokratie ist kein „Zuschauersport“: Wer sich nicht äußert, überlässt die öffentliche Debatte anderen – das sind meist die Lautesten. Gerade in einer Zeit, in der populistische Strömungen und Desinformation zunehmen, ist es umso wichtiger, dass engagierte Bürger:innen ihre Stimmen erheben oder diejenigen unterstützen, die es für sie tun.

Das umfasst auch das Hinterfragen von Missständen, das Fördern von Dialog und das Verteidigen demokratischer Werte. Politisches Engagement muss nicht immer in Parteiarbeit münden – es kann sich in Protesten, Bürgerinitiativen oder einfach im Alltag zeigen, indem man über relevante Themen spricht und sich informiert, Meinungsvielfalt lebt und – im Rahmen des menschlichen Miteinanders – auch zulässt. Nicht immer einfach, zugegeben.

Dabei kann jede:r sich ganz im eigenen Rahmen beteiligen: sei es durch eigenes Einbringen, Spenden oder schlicht dadurch, demokratischen Aktionen die nötige Aufmerksamkeit zu verschaffen. Wenn ich durch Bargteheide gehe, mit Menschen spreche, finde ich immer wieder tolle Initiativen und Veranstaltungen, die Aufmerksamkeit und Unterstützung verdienen – jetzt mehr denn je. Immer wieder Grund, sich täglich neu in dieses kleine weltoffene Städtchen zu verlieben. Und – um eine der großen Philosophinnen des letzten Jahrhunderts zu zitieren: Liebe wird aus Mut gemacht. Also: Nur Mut.

Julia Dorandt

Bargteheide wird Schwammstadt

Wir Grünen freuen uns, dass Bargteheide nun die Chance nutzt, eine Schwammstadt zu werden. Ein solcher Beschluss wurde vor kurzem im zuständigen Ausschuss für Umwelt, Klima und Energie gefasst. Damit folgt die Stadt der nationalen Wasserstrategie und setzt auf dezentrale Regenrückhalteeinrichtungen. Diese Maßnahmen waren bereits Teil eines Antrags der Grünen zur Einführung eines umfassenden Wassermanagements für die Stadt Bargteheide.

Dieser Antrag wurde jedoch in den Sitzungen des Ausschusses für Umwelt, Klima und Energie am 2. November 2022 und 23. März 2023 auf Antrag der CDU, mit den Stimmen der WfB und der FDP, von der Tagesordnung gestrichen. Es ist schwer nachvollziehbar, warum dieses wichtige Thema in diesem dafür zuständigen Ausschuss nicht behandelt wurde. Eine inhaltliche Diskussion schien politisch nicht gewollt.

Angesichts steigender wasserrechtlicher Anforderungen muss Bargteheide sich besser auf die vermehrt auftretenden Starkregenereignisse vorbereiten. Die Einleitungsmengen von Regenwasser in die Vorflutgewässer, und die damit verbundenen Schädigungen, müssen weiter reduziert werden.  Erschwert wird dies durch wasserundurchlässige Bodenschichten. Bereits gebaute Regenrückhalteeinrichtungen reichen künftig nicht aus.

Der zusätzliche Speicherbedarf beträgt 27.000 Kubikmeter! Das entspricht etwa 130.000 Badewannenfüllungen oder dem neunfachen Inhalt der Becken des Bargteheider Freibades.  Der notwendige Platz für weitere Regenrückhaltebecken fehlt. Ein Ausbau dazu wäre nur mit unverhältnismäßig hohem finanziellem Aufwand möglich. Eine deutliche Erhöhung der Niederschlagswassergebühr wäre die Folge.

Deshalb sollen zukünftig vermehrt kleinere Speicher direkt auf den Grundstücken entstehen. Alle Grundstückseigentümer (Private, wie auch Öffentliche) werden per Satzung verpflichtet,  8 l pro m² befestigter angeschlossener Fläche zwischenzuspeichern. Bei 100 m² versiegelter Fläche wären das 800 Liter.

Möglichkeiten dafür gibt es viele: Gründächer, Rigolen, Mulden, Zisternen oder Regentonnen. Gartenliebhaber wissen schon lange aufgefangenes, weiches Regenwasser zu nutzen. Teilweise gibt es für diese Maßnahmen auch (noch) Fördermittel. Wir Grünen werden uns auch dafür einsetzen, dass Betreiber von Zisternen, deren Wasser (Grauwasser) z.B für Toilettenspülung und Waschmaschinen verwendet wird, finanziell entlastet werden. Die Zustimmung für Maßnahmen erfolgt nach Stellung eines Entwässerungantrages bei der Stadt Bargteheide. Im öffentlichen Raum sollen Mulden, Gräben, offene Rückhaltungen oder multifunktionale Retentionsflächen entstehen. Diese Maßnahmen verlangsamen den Regenwasserabfluss.

Mit diesen Schritten leistet Bargteheide einen wichtigen Beitrag für eine nachhaltige Stadtentwicklung und passt sich besser an den Klimawandel an.

Warum engagiere ich mich in der Kommunalpolitik

 

Für mich persönlich war der Beginn aktiver Veränderung vor allem auch ein Ende: So wie es war, sollte es nicht bleiben. Dabei waren es anfangs gar nicht die großen, fundamentalen Dinge – es begann mit einem „Hier müsste man mal..“ , bis es konkreter wurde; sei es der Erhalt eines Spielplatzes, der Bau eines neuen Radwegs oder die Unzufriedenheit mit lokalen Entscheidungen. Die eigene, unmittelbare Umgebung aktiv mitgestalten zu können ist etwas wunderbares – Psycholog*innen sprechen vom „Erleben der Selbstwirksamkeit“, sich einbringen, für etwas eintreten und den eigenen Einflussbereich erweitern. Das macht uns stark, zuversichtlich und mutig – das beste Argument, sich in der Kommunalpolitik zu engagieren. Wer das Gefühl hat, dass bestimmte Themen nicht ausreichend vertreten werden, möchte diese selbst auf die Agenda setzen. Ob soziale Gerechtigkeit, Umweltschutz oder Wirtschaftsförderung.

Kommunalpolitik bietet die Möglichkeit, eigene Werte und Ideen direkt umzusetzen.

Oft spielen auch persönliche Erfahrungen eine entscheidende Rolle. Eltern engagieren sich für bessere Bildungseinrichtungen, junge Menschen für mehr Freizeitangebote oder Unternehmer für eine stärkere Wirtschaftsförderung. Bei mir waren es die immer deutlicheren Einsparungen im sozialen Bereich, in der Bildung-und die fast tägliche Frage, ob mein Sohn morgen wohl in der Kita betreut wird und ich meinen Arbeitstag wie geplant gestalten kann oder wieder alles anders ist.

Diese individuellen Anliegen führen dazu, dass Menschen politische Verantwortung übernehmen – und die Kommunen profitieren umso mehr davon: Politik sollte immer von Menschen für Menschen gemacht werden und je mehr sich engagieren, umso eher wird die Welt um uns herum ein Abbild unserer persönlichen, vielfältigen Bedürfnisse.

In meinem Ortsverband wurde ich mit offenen Armen und Herzen empfangen – auch das macht das Engagement in der kommunalen Politik. Es verbindet und schafft Gemeinschaft, in der sich jede*r nach den eigenen Möglichkeiten einbringen kann.

Unterm Strich bleibt eins: Wie schon die Band „Die Ärzte“ so vortrefflich textete: „Es ist nicht deine Schuld, dass die Welt ist wie sie ist. Es ist nur deine Schuld, wenn sie so bleibt.“ Die Motivation, sich in der Kommunalpolitik zu engagieren mag so unterschiedlich sein wie die Menschen selbst – sie macht sie lebendig, uns macht sie mutig und sie stärkt vor allem das, worauf unsere ganze Gesellschaft baut, unsere Demokratie.

Julia Dorandt

Bürgerliches Mitglied der Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen in Bargteheide

Transparenz ist der Kern der Demokratie

Transparenz ist der Kern der Demokratie

Die Beteiligung von Bürgerinnen und Bürger ist das Fundament einer funktionierenden Demokratie. Transparenz ist dabei entscheidend, denn nur informierte Bürgerinnen und Bürger können fundierte Entscheidungen treffen und aktiv mitgestalten. Im Januar 2024 haben über 2000 Bargteheiderinnen und Bargteheider eindrucksvoll gezeigt, dass ihnen ihre Stadt und Zukunft am Herzen liegen. Sie sind für Demokratie und Transparenz auf die Straße gegangen und haben ihren Willen klar zum Ausdruck gebracht.

Damit Bürgerbeteiligung gelingt, braucht es klare Strukturen und eine offene Kommunikation. Es ist wichtig, dass kommunalpolitische Entscheidungen transparent und nachvollziehbar erklärt werden. Oft sind die Abwägungen hinter Beschlüssen nicht sofort verständlich. Daher ist es notwendig, Entscheidungsprozesse offenzulegen: Welche Alternativen standen zur Diskussion? Welche Lösungen wurden in Erwägung gezogen? Welche Kompromisse waren notwendig?

Durch die Beantwortung solcher Fragen gewinnen die Bürgerinnen und Bürger ein tieferes Verständnis für politische Entscheidungen. Doch es geht nicht nur um Transparenz, sondern auch um Vertrauen. Wenn die Menschen spüren, dass ihre Meinung gehört und ernst genommen wird, stärkt das die lokale Demokratie.

Eine sachliche Information spielt hierbei eine zentrale Rolle. Das Ratsportal der Stadt Bargteheide ist eine wichtige Plattform, auf der Ankündigungen zu Ausschusssitzungen veröffentlicht werden. Zudem finden sich Hinweise die für die Entscheidungen relevant sind. Durch Einsichtnahme der Protokolle sind Abstimmungsergebnisse nachvollziehbar. In jeder Ausschusssitzung und jeder Stadtvertretersitzung gibt es eine Einwohnerfragezeit. Dort können Bürgerinnen und Bürger der Stadt Anmerkungen machen, Vorschläge unterbreiten und Fragen an die Kommunalpolitikerinnen und -politiker und die Verwaltungsmitarbeitenden stellen.

Es braucht den kontinuierlichen Dialog und die Möglichkeit, gemeinsam Lösungen zu erarbeiten. So wie das beim grade verabschiedeten Fuß- und Radwegekonzept und der Städtebauförderung durch öffentliche Bürgeranhörungen passiert ist. Das zeigt, das Bürgerbeteiligung keine Einbahnstrasse und keine schlichte Informationsweitergabe ist.

Gerade auf kommunaler Ebene, wo viele Entscheidungen getroffen werden, die das direkte Lebensumfeld der Bürgerinnen und Bürger beeinflussen, ist eine offene und ehrliche Kommunikation unverzichtbar. Die Bürgerinnen und Bürger von Bargteheide haben bewiesen, dass sie sich einbringen wollen. Wir Grünen sind jederzeit bereit, diesen Dialog zu führen und freuen uns auf viele Gespräche und Diskussionen mit den Bürgerinnen und Bürgern unserer Stadt.

Matthias Leidner Fraktionsvorsitzender Bündnis 90 / Die Grünen in der Bargteheider Stadtvertretung

Neujahrsgrünschnack in Bargteheide

Zum Neujahrs-Grünschnack laden die Bargteheider Grünen am Freitag, 10. Januar, 19 Uhr, in die Jugendkulturhalle der Pfadfinder, Lohe 11, ein. „Bei Freibier und Brezeln wollen wir schnacken und gemeinsam in das neue Jahr starten“, das wünscht sich der Vorsitzende, Tom Mac Arthur. Angesichts der aktuellen politischen Herausforderungen bestehe ein großes Bedürfnis, sich mit Gleichgesinnten auszutauschen. Beim Grünschnack wird sich auch Julia Dorandt (46) vorstellen. Sie ist die Grüne Direktkandidatin für den Bundestag im Wahlkreis 8.

Julia Dorandt, Köchin, Juristin, Organisationsentwicklerin, kennt von Berufs wegen die Alltagssorgen vieler Menschen. „Für mich ist soziale Gerechtigkeit die wichtigste Voraussetzung für eine friedliche Gesellschaft.“ Deshalb engagiere sie sich politisch für ein  gerechtes Lohnsystem, das ein würdevolles Leben ermögliche, für Chancengleichheit und Zugang zu Bildung für alle Menschen. „Ich freue mich auf den Austausch in lockerer Atmosphäre mit allen, die neugierig sind und Lust darauf haben.“ Der Eintritt ist frei.

Kontakt: Tom Mac Arthur 0173 803182

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