Die Achse zwischen Hamburg, Bargteheide und Lübeck ist eine der zentralen Verkehrs- und Entwicklungsadern Schleswig-Holsteins. Und klar ist: Bargteheide will seine Rolle auf dieser Achse nicht nur behalten, sondern aktiv gestalten. Der politische Wille dafür ist vorhanden – fraktionsübergreifend.
Denn die Ausgangslage ist eindeutig: Bargteheide ist heute vom schnellen Regionalverkehr abgekoppelt. Wer Richtung Lübeck fährt, muss in Bad Oldesloe umsteigen, weil der Regionalexpress nicht hält. Für eine Stadt dieser Größe und Bedeutung ist das kein akzeptabler Dauerzustand.
Mit der S4 und der Generalsanierung der Strecke bis 2028 bietet sich die historische Chance, diese Fehlentwicklung zu korrigieren. Genau deshalb hat die Stadt ihre Stellungnahme im Planfeststellungsverfahren bewusst geschärft. Die Botschaft ist klar: Ein „Zukunftsbahnhof Bargteheide“ entsteht nicht durch Minimalstandards, sondern durch konsequente Planung.
Wir wollen einen verlässlichen Regionalexpresshalt – mindestens stündlich. Wir wollen die dafür notwendigen Bahnsteige von Anfang an mitbauen, so dass Expresszüge unabhängig von Länge und Betriebssituation halten können. Und wir wollen betriebliche Lösungen, die Fahrzeiten stabil halten, etwa durch alternierende Halte.
Wir wollen echte Barrierefreiheit: Niveaugleiche Einstiege statt Behelfslösungen, orientiert an höheren nationalen Standards und nicht am Minimum. Wir wollen sichere und attraktive Zugänge mit besserer Beleuchtung, klaren Wegeführungen und einer durchgängigen Erschließung des Bahnhofsumfelds.
Und wir wollen eine Infrastruktur, die hält, was der Fahrplan verspricht. Die heute schon sichtbaren Engpässe zeigen: Ohne ein drittes Gleis zwischen Ahrensburg und Bad Oldesloe wird die S4 nicht zuverlässig funktionieren. Mit zusätzlichen Verkehren – auch im Zuge der Fehmarnbeltquerung – ist diese Erweiterung keine Option, sondern Voraussetzung.
Ebenso klar ist: Sicherheit, Lärmschutz und eine leistungsfähige Verkehrsführung rund um den Bahnhof ist integraler Bestandteil der Planung. Bargteheide darf nicht zum Nadelöhr werden, sondern muss als moderner Knotenpunkt funktionieren.
All diese Punkte werden von einer breiten politischen Mehrheit in der Stadt getragen. Dieser gemeinsame Wille ist ein starkes Signal an die Planungsverantwortlichen.
Unser besonderer Dank gilt Dirk Ollroge, der die Bargteheider Grünen mit seiner fachlichen Expertise begleitet. Seine Beiträge zeigen: Die Lösungen sind vorhanden und in Bargteheide gibt es den klaren politischen Willen, sie auch umzusetzen.
Hilke Vonderheiden
Stadtvertreterin in der Bargteheider Stadtvertretung
Foto: Monika Köhler